Entsendung

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Eurocircle Deutschland e.V. (ecd) hat sich zur Aufgabe gemacht über geeignete Angebote internationale Gesinnung und Toleranz sowie Zugang zu interkulturellen Bildungsräumen zu fördern.

Der Europäische Freiwilligendienst bietet jungen Menschen die Möglichkeit für einen bestimmten Zeitraum Auslandserfahrung zu sammeln. Diese Erfahrung ist für die meisten von großer Bedeutung auf ihrem weiteren Lebensweg und kann hervorragend Orientierung geben sowie die eigene Persönlichkeit enorm bereichern.

ecd ist im EU-Jugendprogramm ERASMUS+ akkreditierte Koordinierende und Entsendeorganisation.

Was ist der Europäische Freiwilligendienst?

Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) ist ein Teil des Programms ERASMUS+ der Europäischen Union. Das Programm unterstützt auf vielfältige Weise einen transnationalen Freiwilligendienst junger Menschen.

Der EFD basiert vereinfacht gesagt auf einer zu schließenden Kooperation folgender 4 Partner: einer/einem Freiwilligen/m, einer Entsendeorganisation, einer Aufnahmeorganisation und einer Koordinierenden Organisation (die Aufgabe der Koordinierenden Organisation kann auch gleichzeitig die Entsende- oder Aufnahmeorganisation inne haben).

Wer kann am EFD teil nehmen?

Der EFD ist möglich für junge Leute zwischen 17 und 30 Jahre (Alter bei Dienstbeginn). Um von Deutschland aus mitzumachen, muss man hier rechtmäßige/r Einwohner/in sein. Fairerweise sollte man hier erwähnen, dass ein Dienstbeginn, wenn man noch minderjährig ist, im Prinzip kaum eine Chance hat.

Wie lange dauert ein EFD?

Ein EFD besteht im Grunde aus zwei Zeiträumen. Der eine ist der Projektzeitraum (project period) und der andere der Aktivitätszeitraum (mobility period).
Der Projektzeitraum beinhaltet den Aktivitätszeitraum und ist also auch immer größer als der Aktivitätszeitraum, weil er zusätzlich sowohl die Vor-, als auch die Nachbereitungsperiode beinhaltet.
Der Aktivitätszeitraum ist der eigentliche Freiwilligendienst vor Ort im Ausland. Dieser kann zwischen 2 Wochen und 12 Monaten betragen. Die Dauer legt eine Aufnahmeorganisation durch ihr Angebot eine/n Freiwillige/n aufzunehmen fest. Aus einer Vielzahl von Angeboten kann man sich dann das passende aussuchen.

Wie bekommt man eine Stelle im EFD?

Zuallererst sollte man sich über die eigene Zeitplanung klar werden. Von der Idee einen EFD machen zu wollen und der tatsächlichen Ankunft im Ausland können gut und gerne 6 – 7 Monate vergehen. Man sollte sich also rechtzeitig über die Fristen informieren und so die individuell möglichen Zeiträume ausloten. Das wäre die Grundlage für weiteres.

Man sollte sich dann am Anfang entweder überlegen in welchem Land oder welchen Ländern man sich vorstellen könnte einen Freiwilligendienst zu leisten bzw. zu arbeiten. Eine Liste der möglichen Länder findet man hier.

Dann sollte man – oder vielfach die schlauere Herangehensweise von vornherein ist – sich zu überlegen, in welchem Bereich man gerne arbeiten möchte. Bereiche wären z.B. Kultur, Jugend, Sport, Soziales, Kunst, Medien, Umwelt, Gesundheit, etc.

Des Weiteren sollte man sich in der Datenbank einen Überblick über die Aufnahmeorganisationen in dem/den Wunschland/Wunschländern mit dem/den jeweiligen Wunschbereich/en verschaffen, indem man die Beschreibungen der angebotenen Projekte durchliest. Die Datenbank findet man hier.

Eine andere sehr viel clevere Herangehensweise wäre, dass man bei der Recherche mit der Datenbank einfach mal bei „Organisation topics“ bzw. „Schwerpunktbereiche der Einrichtung“ etwas auswählt und die Projektangebote daraufhin durchliest. Unserer Ansicht nach kann es nämlich geschickter sein, als Kriterium für einen Freiwilligendienst die konkreten Inhalte des Dienstes zu nehmen und nicht sich so sehr auf Länder festzulegen.

Dann muss man – wie eigentlich immer wenn man auf „Jobsuche“ ist – einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben herstellen. Dabei ist klar, dass diese beiden Unterlagen mindestens fast immer auf Englisch geschrieben werden sollten. Wer die Landessprache des Wunschlandes schon ganz gut kann, sollte sich ruhig trauen die beiden Schriftstücke möglichst in jener Sprache zu verfassen. Helfen kann einem dabei übrigens diese Website.

Naja, und dann braucht man noch eine Entsendeorganisation. Also uns.

Wir haben nicht nur alle weiteren Informationen für eine möglichst erfolgreiche Bewerbung parat, sondern sind durch unser großes Partnernetzwerk und diverse Informationskanäle in der Lage zu konkreten Angeboten von Aufnahmeorganisationen oder Koordinierenden Organisationen zu vermitteln. Denn die oben erwähnte Datenbank gibt leider keine Auskunft darüber, ob die Projektangebote gerade besetzt oder verfügbar sind.

Wir helfen und unterstützen bereits im gesamten Bewerbungsprozess, lesen auch gerne mal eine Bewerbung Korrektur und übernehmen dabei bereits auch gerne eine Vermittlerrolle zwischen Freiwilligendienstangebot und Bewerber/in. In vielen Fällen hat diese Begleitung sich als sehr erfolgreich erwiesen.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wenn Sie möchten, dann werden wir Ihre Entsendeorganisation. Kein Problem.

Was kostet ein EFD?

Der Freiwilligendienst ist für den/die Teilnehmer/in fast komplett kostenlos. „Fast“ deshalb, weil es für die internationalen Reisekosten festgelegte Pauschalförderungen gibt. Liegt man mit seinen Reisekosten darüber, muss man für die Differenz selbst aufkommen. In Zeiten von Billigfliegern ist das aber meistens – wenn überhaupt – wirklich eine sehr, sehr geringe Summe. Es kann sein, dass man im Prozess dann zusätzlich mal Geld auslegen muss (z.B. die Flug-/Bahnkosten ins Ausland, eine Mietkaution für die Unterkunft im Ausland,…), aber das bekommt man dann zeitnah zurückerstattet. Das Programm ERASMUS+ der Europäischen Union und die Einsatzstelle des Freiwilligendienstes sorgen für Unterkunft, Verpflegung, Verkehrsmittelmöglichkeit und ein Sprachtraining vor Ort sowie ein kleines Taschengeld. Des Weiteren sind Teilnehmende über ihre europäische Krankenkassenkarte meist bereits versichert (wo das nicht funktioniert, wird die Versicherung von den Fördergeldern übernommen) und auch Kindergeldzahlungen laufen weiter.

Wie sollte man sich vorbereiten?

Es kann nie schaden, wenn man selbst versucht sich die eventuell unbekannte Sprache des Aufnahmelandes ein wenig anzueignen. Wer die Möglichkeit hat, sollte versuchen sich vor Antritt des Freiwilligendienstes ein kleines Finanzpolster zuzulegen, da das Taschengeld vor Ort eventuell nicht ausreicht. Ausserdem kann es Sinn machen sich vor dem Freiwilligendienst mit den speziellen Inhalten des Aufnahmeangebots bereits in der Heimat vertraut zu machen. Beispielsweise zu recherchieren, wie ähnliche Themen in Deutschland behandelt werden oder welche Organisation im Heimatort Ähnliches veranstaltet. Grundsätzlich kann es auch nie schaden, sich über das Aufnahmeland und die -gegend z.B. im Internet zu informieren und auch vielleicht Dinge bereits im Vorfeld herauszusuchen, die man dann dort in seiner Freizeit unternehmen möchte. Dabei unterstützen wir als Entsendeorganisation so umfassend wie möglich.

Was bringt einem ein EFD?

Er zielt darauf ab Solidarität und Toleranz zu entwickeln und zu fördern sowie interkulturelle Kompetenz zu schärfen. Der EFD ermutigt zu aktiver Bürgerschaft im Sinne eines europäischen Zusammenhalts, der auch in die Herkunftsländer der Freiwilligen hinein wirkt. Er steigert das gegenseitige Verständnis anderer Kulturen unter den Menschen die aktiv und passiv involviert sind. Der EFD ist ein Instrument der non-formalen Bildung. Die Freiwilligen können Fähigkeiten im persönlichen, professionellen und eigenen Bildungsbereich erlangen und verbessern, die ihrer allgemeinen sozialen Integration zu Gute kommen. Bescheinigt wird das alles aber natürlich auch.

Wo bekommt man noch mehr Informationen?

Für alle detaillierten Informationen kann man gerne mit uns in Kontakt treten, aber auch vor allem die Website des Programms nach Antworten durchstöbern.