| Editorial Dezember 2011 |
| von: Ralf Makrutzki |
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Es weihnachtet sehr: Die Kommission will die Zahl der Teilnehmer an den EU-Bildungsangeboten verdoppeln und stellt das weltweit größte Förderprogramm für die Kultur- und Kreativbranche vor.
Mit ihrem neuen Programm "Erasmus für alle" sollen bis zu fünf Millionen Menschen einen Teil ihrer Bildung im Ausland absolvieren können.
Neben Studienaufenthalten, Ausbildung und Praktika sollen Studierende erstmals ein Studiendarlehen für einen Masterstudiengang beantragen können. „Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung sind die besten Investitionen in die Zukunft Europas", sagte EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou. "Bildungsaufenthalte in anderen Ländern verbessern die Fertigkeiten der Bürgerinnen und Bürger, tragen zu ihrer persönlichen Entwicklung bei und steigern ihre Anpassungs- und Beschäftigungsfähigkeit." Die Kommission will ein einfaches und effizientes Programm und ersetzt die bestehenden sieben Programme durch ein einziges, das die allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport unter einem Dach vereint.
"Erasmus für alle" soll Einzelpersonen ebenso wie die Zusammenarbeit der Institutionen, Organisationen und Unternehmen fördern, aber auch die Modernisierung der Bildungssysteme in den Mitgliedstaaten vorantreiben. Das Gesamtbudget für den Zeitraum von 2014 bis 2020 soll um 70 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro angehoben werden.
Die EU-Kommission hat außerdem das weltweit größte Förderprogramm für die Kultur- und Kreativbranche vorgestellt.
Die bisherigen Programme Kultur, MEDIA und MEDIA Mundus werden unter dem Dach "Kreatives Europa" vereint. Die Mittel sollen um 37 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro erhöht werden. Fast eine Milliarde davon ist für Kino und AV vorgesehen.
Neben der Unterstützung für Filmverleih und Kinos sollen 300.000 Künstler eine Finanzierung erhalten und die Übersetzung von mehr als 5.500 Büchern gefördert werden. 210 Millionen Euro sollen bereit gestellt werden, um kleineren Akteuren der Kreativbranche Zugang zu Bankdarlehen zu gewähren.
"Ohne die Unterstützung der EU wäre es für tausende Fachkräfte in der Kultur- und AV-Branche schwierig oder sogar unmöglich, in neue Märkte vorzudringen", unterstrich EU-Kulturkommissarin Androulla Vassiliou.
Die Kultur- und Kreativbranche ist eine wichtige Quelle für Beschäftigung und Wachstum in Europa. Sie erwirtschaftet 4,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in der EU. Der Beschäftigungszuwachs in dieser Branche ist mit durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr mehr als dreimal so hoch wie der Zuwachs in der Gesamtwirtschaft.
Bleibt uns nur noch, Ihnen allen ein friedliches, ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und ein erfreuliches und erfolgreiches 2012 zu wünschen!
Es verbleibt mit den besten Grüßen bis zur Januarausgabe Ihrer News,
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