| Editorial Dezember 2009 |
| von: Ralf Makrutzki |
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Mit ihren Stellenbesetzungen haben die europäischen Staatschefs klargemacht, was sie vom neuen Führungspersonal erwarten: Es darf mediatisieren, eventuell meditieren – alles, nur nicht repräsentieren (an «regieren» ist nicht einmal zu denken!). Das neue europäische Dreamteam, das sich am Donnerstagabend durch den Pulk von Journalisten schiebt, räumt mit dem Vorurteil auf, dass nur extrovertiert glitzernde Menschen in der Mediendemokratie eine Karrierechance haben.
Mit der Wahl Van Rompuys haben die europäischen Staatschefs klargemacht, wie sie das nur vage im Lissabon-Vertrag beschriebene neue Amt verstehen:
Der neue Ratspräsident soll tun, was er in Belgien schon geübt hat: im Hintergrund Streit schlichten, Kompromisse sondieren und Einigungen vorbereiten, die dann viermal im Jahr in einen möglichst reibungslosen EU-Gipfel münden.
Ändern wird sich im neuen Jahr aber ansonsten so ziemlich alles: Die Adresse unseres Büros in Marseille zum Beispiel: So geben wir nach 14 Jahren unser schönes Büro an «La Plaine» auf, um in eine für unsere auf bald 20 Personen angewachsene Equipe angemessene Unterkunft in der Rue Isoard im 1. Arrondissement umzuziehen, weswegen unser Büro in Marseille in den ersten Januartagen nicht erreichbar sein wird. Dafür bitten wir schon einmal jetzt um Verständnis!
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