Editorial Mai 2011
Editorial Mai 2011
von: Ralf Makrutzki   

 

Ralf Makrutzki

Die EU-Kommission hat zusätzlich 10 Millionen Euro für die humanitäre Hilfe in Libyen bereitgestellt. Die Mittel werden vor allem eingesetzt, um verstärkt Ausländer aus Libyen und insbesondere Misrata zu evakuieren und in ihre Heimatländer zurückzubringen. Seit Ausbruch des Konflikts hat die EU bei den internationalen Hilfsaktionen sowohl innerhalb des Landes als auch an den Grenzen, an denen unzählige Wanderarbeiter und libysche Flüchtlinge das Land verlassen wollen, die Führungsrolle übernommen.

 

Bereits am 11. März hatte die Kommission dazu 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion (Foto), erklärte: „Jeden Tag fliehen mehr Ausländer vor den andauernden Kämpfen in Libyen und sitzen dann an den Grenzen der Nachbarländer fest. Am besten helfen wir diesen Menschen, indem wir sie schnell und sicher in ihre Heimatländer zurückbringen.“ Ob das gelingt, hängt auch von der Bereitstellung zusätzlicher Lufttransportmöglichkeiten durch die EU-Mitgliedstaaten ab. Bisher wurden 5.800 Europäer evakuiert. Etwa 20.000 Nicht-EU-Bürger wurden von am EU-Katastrophenschutzverfahren beteiligten Ländern in ihre Heimat zurückgebracht.

 

25 Jahre nach der nuklearen Katastrophe in Tschernobyl hat die EU-Kommission weitere 110 Millionen Euro für geplante Sicherungsarbeiten bereitgestellt. Das Geld dient vor allem der Errichtung eines riesigen Schutzmantels um den zerstörten Block 4 des Kernkraftwerks. Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der in Kiew den Gipfel für nukleare Sicherheit eröffnet, sagte: „Unsere Zusage spiegelt die führende Position der EU-Kommission im Bereich der nuklearen Sicherheit wider und wird bei der Sicherung des Tschernobyl-Geländes eine Schlüsselrolle spielen."

 

Seit dem Tschernobyl-Unfall hat die Kommission bereits 470 Millionen Euro bereitgestellt, um die Auswirkungen der Katastrophe zu bewältigen. Sie arbeitet dabei hauptsächlich im Rahmen des Fonds für die Ummantelung des Tschernobyl-Reaktors und des internationalen Fonds für nukleare Sicherheit. Neben Projekten zur nuklearen Sicherheit und zum Umweltschutz unterstützt die Kommission insbesondere die von der Katastrophe betroffene Bevölkerung. So wurde der Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung für Neugeborene gewährleistet und die medizinische Ausstattung der Krankenhäuser verbessert.

 

Findet lobenswert und verbleibt mit besten Grüßen bis zur Juniausgabe der News

 

 

 

Unterschrift Ralf Makrutzki