Editorial Oktober 2009
Editorial Oktober 2009
by Ralf Makrutzki   
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Ralf Makrutzki

Die wirtschaftliche Lage hat sich in den vergangenen Monaten zum Besseren gewendet, behauptet EU-Währungskommissar Joaquín Almunia und sieht in seiner aktuellen Zwischenprognose deutliche Hoffnungszeichen für die europäische Wirtschaft. Gleichzeitig sollte die Regierungen unbedingt an ihren Konjunkturprogrammen festhalten, denn die insgesamt schwache Konjunktur werde noch weitere Arbeitsplätze kosten.

Nach den jetzt von der Kommission veröffentlichten Konjunkturdaten hat sich die Lage gegenüber dem zweiten Quartal deutlich verbessert, und es bestehen ebenfalls Hinweise auf bessere Wachstumsaussichten in der zweiten Jahreshälfte. Da die Wirtschaftstätigkeit Ende 2008 und Anfang 2009 jedoch hinter den ursprünglichen Schätzungen zurückblieb, hält die EU-Kommission an der bereits im Frühjahr gestellten Prognose eines Rückgangs des Bruttoinlandprodukts (BIP) um vier Prozent sowohl in der EU als auch im Euroraum für das Gesamtjahr fest. Nach den Prognosen wird die deutsche Wirtschaft aber im dritten Quartal um 0,7 sowie im vierten um 0,1 Prozent wachsen. Für das Gesamtjahr rechnet die Kommission damit, dass in Deutschland die Wirtschaft im Vergleich zu 2008 um 5,1 Prozent schrumpfen wird – etwa 0,3 Punkte weniger, als im Frühjahr vorhergesagt worden war.

Während die wirtschaftliche Erholung in unmittelbarer Zukunft deutlich positiv ausfallen könnte, müsse sich deren Nachhaltigkeit erst noch erweisen, sagte Almunia. Seine Inflationsprognose für 2009 bleibt - ebenfalls unverändert - bei 0,9 Prozent in der EU und 0,4 Prozent im Euroraum. Berechnungsgrundlage sind die Prognosen für Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Polen, Spanien und das Vereinigte Königreich, die zusammen 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU erwirtschaften. Die Weltwirtschaft befindet sich nicht mehr im freien Fall, so die Feststellung in der Zwischenprognose. Die jüngsten Daten für den Handel und die Industrieproduktion sowie das Vertrauen der Unternehmen und Verbraucher seien ermutigend.

Das nehmen wir mit vorsichtigem Optimismus zur Kenntnis, ebenso wie die Signale, die allenthalben Eurocircle Frankreich entgegenwinken: Unglaublich aber wahr, Eurocircle hat auch die zweite Auschreibungsrunde vom Juni 2009 im Bereich Europäischer Freiwilligendienst gewonnen. Somit werden wir in diesem Jahr an die 80 junge französische Freiwillige entsenden, prioritär in andere europäische Länder, aber nicht exklusiv. Unsere Freiwilligen arbeiten in gemeinnützigen Vereinen zwischen Kambodscha und New York, in Venezuela wie in der Ukraine. Und da wir versuchen, entsprechend der Maxime der Gegenseitigkeit zu arbeiten, werden wir als koordinierende Organisation dazu beitragen, dass ca. 40 junge Menschen  in der Région Provence Alpes Cote d’Azur ihren europäischen Freitwilligendienst ableisten können.

Wir verbleiben mit den besten Grüßen bis zur Novemberausgabe,

 

Unterschrift Ralf Makrutzki