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Sie stand dem Europäischen Parlament als designierte Kommissarin für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend Rede und Antwort: Androulla Vassiliou ist 65 Jahre alt, Juristin, griechisch-zypriotische Politikerin und war seit 2008 EU-Kommissarin für Gesundheit. Jugend und (Lern-)Mobilität nennt sie als einen ihrer drei Politik-Schwerpunkte. Dabei bezieht sie sich auf Präsident Barrosos neue „Youth on the Move“-Initiative, „um die Errungenschaften der Lernmobilität für alle jungen Leuten zugänglich zu machen“. Barroso hatte eine „Youth on the Move“-Initiative angekündigt, um Mobilität zu fördern und letztendlich die hohen Schulabbrecherquoten zu senken. „Ich bin überzeugt“, sagte Vassiliou, „dass Lernmobilität ein höchst effektiver Weg ist, um für komplexer werdende Übergänge zwischen Bildung und Arbeit Lebens- und Lern-Fähigkeiten zu erlangen.“ Im Rahmen der „Jugend und Mobilität”-Initiative hat sie sich für das Jahr 2010 vorgenommen dafür zu sorgen, Fähigkeiten und Qualifikationen besser beschreibbar und übertragbar zu machen, um Mobilitätshemmnisse zu bekämpfen. Für das Jahr 2011 - das Jahr, in dem begonnen wird, über die neuen Förderprogramme nachzudenken - will sie einen Vorschlag für ein neues „Jugend und Mobilitäts“-Programm machen, das auf dem Programm für Lebenslanges Lernen, JUGEND IN AKTION, Marie-Curie und anderen Bildungsprogrammen aufbauen soll. „Youth on the Move“ solle der Vereinfachung der Vielzahl an bestehenden Programmen dienen. Konkrete Maßnahmen stellte sie nicht vor, kündigte aber die Einbeziehung des Sports und verstärkte Aktivitäten zum Thema Freiwilligkeit an.
Das finden wir durchaus bewundernswert und würden uns darüberhinaus sehr freuen, wenn uns die Kommissarin im nächsten Jahr als Experten und Praktiker der europäischen Jugendmobilität in die Diskussion über die neuen Förderprogramme mit einbeziehen würde. Also, liebe Frau Vassiliou, wir stehen gern mit unseren reichhaltigen Erfahrungen zu ihrer vollen Verfügung!
Unter dem Motto "Armut darf nicht sein" startet die Europäische Union am Donnerstag in das "Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung". Für jeden sechsten Europäer ist es ein täglicher Kampf, finanziell über die Runden zu kommen. Das Europäische Jahr soll das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut stärken. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sieht die Armutsbekämpfung als Teil der EU-Strategie für die Zeit bis 2020. "Zu oft werden die Schwächsten der Gesellschaft am härtesten von einer Rezession getroffen", sagte er. Barroso und der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero werden das Europäische Jahr morgen in Madrid eröffnen. Fast 80 Millionen Menschen in der EU – das sind 17 Prozent – leben unterhalb der Armutsgrenze und sind bei Arbeit, Bildung, Wohnen, sozialen und finanziellen Dienstleistungen ernsthaft benachteiligt. 73 Prozent der Europäer sehen Armut als großes Problem in ihrem Land und 74 Prozent erwarten, dass die EU eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Armut spielt. Wir finden das auch und verbleiben bis zur Märzausgabe mit herzlichen Grüssen

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