Inter culturalité
Inter culturalité
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"Inter culturalité , mise en réseau et écocitoyenneté sur la région de Brioude" ist ein Freiwilligendienstprojekt im französischen Brioude. Unser Freiwilliger Nicolas ist dort für ein ganzes Jahr mit abwechslungsreichen Aufgaben beschäftigt. Hier sein eindrucksvoller Erfahrungsbericht:

 

Hej hej och tjena!
Ich bin Sylvia, 19 und seit Anfang September als EFD-Freiwillige in Schweden, genauer gesagt in Växjö (Småland). Hier arbeite ich beim Nykterhetsrörelsens Scoutförbund (NSF, engl.:  Temperance Guide and Scout Association). Da ich vorher noch kein „Pfadfinder“ war, ist hier noch alles ziemlich neu für mich. Die letzte Woche - zugleich meine erste Arbeitswoche - habe ich daher mehr damit verbracht, mich über die Scouts im Allgemeinen und meinen Verband im Besonderen zu informieren, als schon effektiv mitzuarbeiten. Nächste Woche geht es dann nach Stockholm zum Meeting aller Festangestellten des NSF. Die rund 20 Mitarbeiter sind über ganz Schweden verstreut, daher hat dieses Zusammentreffen aller einen gewissen Seltenheitswert. Ich soll auch für die hauseigene Scout-Zeitschrift interviewt werden, das kann auf jeden Fall interessant werden ;)
Anlässlich meiner erstmaligen Mitgliedschaft in einem Scout-Verband fand heute eine kleine „Scout-Education“ für mich statt. Der Tag steckte voller Lernpotenzial. Nicht nur die Spiele zum Aufwärmen waren mir neu, auch habe ich heute zum ersten Mal richtig Holz gehackt und Feuer entfacht. Eine kleine Knotenkunde-Unterrichtsstunde gab‘s noch obendrauf. Und nach einem erfolgreichen Vormittag durfte das obligatorische Marshmallows-über-dem-Feuer-grillen nicht fehlen. Die schwedische Variante, fertiger Marshmallow zwischen zwei Peppakakor („Pfefferkuchen“), kann ich nur empfehlen. Das schmeckt eindeutig nach Wildnis-Romantik…
In den nächsten Tagen werde ich auch weiterhin viele interessante Dinge unternehmen, Info-Stand vor dem Supermarkt und das Treffen mit dem Boss eingeschlossen. Anfang November planen wir, ein Halloween-Daycamp für Kinder um die 12 Jahre anzubieten. Das wird dann mein erstes „großes“ Projekt, bei dem mir auch eine gewisse Entscheidungsgewalt zusteht. Bis jetzt macht es mir aber auch nichts aus, nur kleinere Aufgaben zu erledigen, wie Material zu besorgen(z.B. Marshmallows und Pepparkakor)oder 100 Flyer auszudrucken…
Ich wurde beim NSF total gut aufgenommen und freu mich schon auf alle weiteren kleinen und großen Abenteuer in Schweden.
In diesem Sinne,
ALLTID REDO („always prepared“, Scout-Ausruf)
Ich bin jetzt schon seit vier Monaten in Brioude, einer Kleinstadt in der Auvergne, und arbeite für die Organisation MUSIKADO. Ich beteilige mich an Konzerten, wo ich mit aufbaue und bei der Soundtechnik helfe.

Darüber hinaus habe ich hier drei Aufgabenbereiche. Zum einen ist da das „Café Lecture“, ein Kultur/Literatur-Café, in dem ich rund 15 Stunden die Woche arbeite. Dort bediene ich und gestalte das abendliche Programm mit. Zum Beispiel biete zusammen mit einer weiteren Freiwilligen aus Deutschland ein „Café-Allemand“ an: Jeden Donnerstag gibt es dann eine Art Diskussionsrunde auf Deutsch. Ansonsten gibt es  Workshops, Konzerte und weitere Diskussionsrunden.

Dann verbringe ich jeden Donnerstag- und Freitagmorgen am hiesigen Collège/Lycée, wo ich am Deutschunterricht als Assistent teilnehme.  Ich habe von Fünftklässlern bis zur Oberstufe eigentlich fast alle Klassen. Während ich den jüngeren Deutschland ein wenig näher und grundlegende Vokabeln wiederhole, übe ich das freie Sprechen mit den älteren Schülern. Viele von ihnen werden ihre deutsche Abiturprüfung mündlich ablegen.

Schließlich ist da noch die Internetarbeit: Ich schreibe regelmäßig am Blog der Organisation, verwalte die Facebook-Seite des Cafés und die der Organisation MUSIKADO.

Ich lebe hier in einem Haus im Stadtzentrum von Brioude (200 Meter vom Café) mit einer weiteren Freiwilligen und meinem Tutor. Zusammen mit der Freiwilligen teile ich mir Küche und Badezimmer, das große Wohnzimmer ist für alle. Jeder von uns hat natürlich auch sein eigenes Zimmer.

Unter normalen Umständen steht mir ein Auto zur Verfügung. Da man aber aus versicherungstechnischen Gründen zwei Jahre den Führerschein haben muss, was bei mir nicht der Fall ist, fahre ich viel Fahrrad. Für längere Strecken findet sich jedoch meistens eine Fahrgemeinschaft.

Die Stadt Brioude ist zwar relativ klein (8.000 Einwohner) und abends ist hier nicht ganz so viel los, jedoch bietet sie sehr viele Freizeitangebote. So gut wie jede Sportart wird hier angeboten (Ich habe mich im örtlichen Judoverein angemeldet). Das große und moderne Sportzentrum ist nicht weit vom Stadtkern entfernt und gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen.

Mein Zwischenfazit nach vier Monaten:
Meiner Meinung nach haben sich die vier Monate schon mehr als gelohnt. Mein Französisch hat sich wirklich verbessert und ich habe viele neue Leute kennengelernt. Meine Aufgaben hier sind sehr vielseitig und bieten reichlich Raum für eigene Ideen.