Move your hope 29/56
Wir wissen auch nicht was die Zahlen im Titel aussagen, aber das Projekt fand in Lorient statt. Eine Kleinstadt mit ca. 60.000 Einwohner:innen in einer wirklich wunderschönen Ecke der Bretagne. Unsere Freiwillige Ramona hat dort 9 Monate verbracht und hatte eine sehr gute Zeit! Lest selbst…!
Ein unvergessliches Abenteuer
Ich hatte das große Glück, neun Monate in der Stadt Lorient in der Bretagne zu verbringen. Lorient, am Atlantik gelegen, ist eine bedeutende Hafenstadt mit einer reichen maritimen Geschichte. Der Hafen ist einer der größten Fischereihäfen Frankreichs und ein wichtiger Handelshafen.
Während des Zweiten Weltkriegs war Lorient ein wichtiger Stützpunkt für die deutsche Kriegsmarine. Die massiven U-Boot-Bunker, die von den Deutschen gebaut wurden, sind heute noch da und wirklich beeindruckend. Wegen der Bunker wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg allerdings stark zerstört und ist daher architektonisch nicht die schönste.
Doch das viele Wasser, die schöne Umgebung, die lebhafte Universitäts-Atmosphäre und die zahlreichen Möglichkeiten für Segeln und Wassersport verleihen ihr eine besondere Anziehungskraft.
Mein Freiwilligendienst Projekt war bei AGORA Services, einer Residenz für junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren.
Als Animateurin organisierte ich verschiedene Abende und Workshops rund um die Themen Nachhaltigkeit und European Citizenship, insbesondere im Rahmen der diesjährigen Europawahlen.
Dazu gehörten auch eine Zusammenarbeit und Partnerschaften mit lokal ansässigen Organisationen zu entwickeln. Diese Aktivitäten halfen den Bewohnern, Kontakte zu knüpfen und ein Bewusstsein für wichtige gesellschaftliche Themen zu entwickeln. Gleichzeitig war es für mich bereichernd, mit jungen Erwachsenen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen und Herkunftsländern in Kontakt zu treten und so mein französisch schnell zu verbessern.
Mit mir waren vier andere Freiwillige in verschiedenen Strukturen vor Ort tätig, was es einfach machte, Anschluss zu finden. Mit zwei von ihnen lebte ich in einer WG.
Diese Monate in Lorient waren für mich eine Zeit des Lernens und Wachsens. Ich habe meine sprachlichen und interkulturellen Fähigkeiten verbessert und wertvolle Erfahrungen im sozialen Sektor gesammelt. Die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen, die ich getroffen habe, haben mich tief beeindruckt und ich bin dankbar für die vielen unvergesslichen Erinnerungen, die ich mit nach Hause nehmen kann.
Ich kann jedem nur empfehlen, einen Freiwilligendienst in Erwägung zu ziehen. Es ist eine einmalige Gelegenheit, neue Kulturen kennenzulernen und gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten.
