03 Mai

Volunteer in a vocational High School

Eine „vocational High School“ ist eine berufliche Oberschule. Unsere Freiwillige Lana war für ein halbes Jahr im beruflichen Gymnasium von Bazeilles, dem „Lycée des métiers de Bazeilles“. Sie hat sehr viel erlebt und natürlich auch zahlreiche Bekanntschaften geschlossen. Bleibt ja nicht aus, wenn man in seinem Freiwilligendienst immer so viele Menschen um sich hat wie an einer Schule… Hier ihr schöner Bericht!

 

Für 6 Monate hatte ich das Glück, meinen Freiwilligendienst als Aushilfelehrerin in dem Lycée polyvalent de Bazeilles, Frankreich zu machen.
Das Lycée, vergleichbar mit der Deutschen Oberstufe ermöglicht es den Schülern sich entweder in der Gastronomie, im Hotelwesen, im Tourismus oder in den Ernährungswissenschaften zu spezialisieren.

Bazeilles ist ein kleines abgelegenes Städtchen gelegen in der Champagne-Ardennes Region, an der Grenze zu Belgien. Der öffentliche Transport ist, so wie in Deutschland, leider nicht immer zuverlässig, aber glücklicherweise günstig, was mir erlaubt hat an meinen Wochenenden und Feiertagen die Gegend zu entdecken.

Insbesondere die Schüler:innen  des Lycées sind mir ans Herz gewachsen. Es hat mich jedes Mal fasziniert mehr von den Schüler:innen zu erfahren. Sei es von ihren Hobbies, ihrem alltäglichen Leben oder ihren Zukunftsplänen. In so einer Umgebung zu arbeiten war für mich sehr inspirierend. Darüber hinaus habe ich mich mit ein paar Lehrer:innen und dem Englischlehrerassistenten, mit dem ich manchmal zusammen unterrichtet habe, angefreundet.

Zu meinen Aufgaben gehörte es unter anderem, deutsche Kultur zu verbreiten/teilen wie z.B. durch Ausstellungen, wöchentlichen Nachrichten aus Deutschland, dem Kochen und Verkauf von deutschem Essen mit den Schüler:innen oder durch andere kreative Wege. Dazu kam natürlich noch der Unterricht mit den Schüler:innen.
Ich habe sowohl Deutsch als auch Englisch unterrichtet.
Was mir besonders gefallen hat, war die Freiheit, die mir gegeben wurde, den Unterricht so zu gestalten, wie ich wollte. Dadurch konnte ich mir die Themen selber aussuchen und mich an den Bedürfnissen der Schüler:innen orientieren.

In meiner Freizeit habe ich oft mit den Schüler:innen Volleyball gespielt oder am Chinesisch-Unterricht teilgenommen.
An den Wochenenden war mir auch nie langweilig. Wenn ich mich grad nicht mit den Schüler:innen oder dem Englischassistenten getroffen habe, reisen war oder den Unterricht vorbereitet habe, habe ich auf dem Flügel im Restaurant der Schule gespielt. Dazu kommt, dass ich gelernt habe, alleine in einer kleinen Wohnung zu leben.

Zurückblickend fühle ich mich sehr dankbar, für die wunderschöne Zeit und insbesondere für all die verrückten Erfahrungen, die ich sammeln konnte und die vielen, besonderen Freundschaften, die ich geknüpft habe. Ich wurde auch stets gut bekocht, konnte exzellenten Wein und natürlich auch Champagner verkosten und hatte das Gefühl, neben dem gastronomischen Aspekt so richtig in die französische Kultur und den Alltag eintauchen zu können.