Volontarait européenne dans le Centre social
Ganze 11 Monate war Klara in einem sog. Centre Social beschäftigt. Ihr ahnt es schon… genau! In Frankreich!
Genauer gesagt in der schönen Bretagne und noch genauer gesagt in Redon. Sie hat einen sehr schönen Bericht verfasst. Hier isser:
Heute vor einem Jahr saß ich genau hier und habe darüber nachgedacht, was ich für mein 11-monatiges Abenteuer, meinen europäischen Freiwilligendienst, in Frankreich mitnehmen sollte.
Ich bin Klara, jetzt 19 Jahre alt, und mein Freiwilligendienst fand im süßen kleinen Städtchen Redon statt, das in der Bretagne, im Nord-Westen Frankreichs liegt und das ich für die nächsten 11 Monate mein zu Hause nennen sollte.
Anfang September ging es dann los. Ich habe meinen großen Koffer gepackt und bin in den TGV Richtung Frankreich, in Richtung eines neuen Abenteuers gefahren.
Anfangs war ich natürlich erst einmal sehr überwältig von all den neuen Eindrücken. Aber ich wurde direkt am ersten Tag von den anderen europäischen Freiwilligen begrüßt, die bereits seit einer Woche in Redon waren. Und wir haben uns bei einer Runde UNO kennengelernt.
(Ich habe herausgefunden, dass UNO das perfekte Spiel zum kennenlernen ist, da es jeder kennt und man darüber gut ins Gespräch kommt 😊)
Insgesamt waren wir in Redon 9 Freiwillige, alle aus anderen Länder der EU, die alle in verschiedenen Einrichtungen in Redon gearbeitet haben.
Wir waren eine wirklich tolle Gruppe an Freiwilligen und ich bin froh, dass ich die Bekanntschaft der anderen machen konnte. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht. Ob es gemeinsames beisammen sitzen war, Spieleabende, gemeinsame Backrunden, im Park zusammen malen oder Fußball spielen, oder die ein oder andere Feier, wir hatten auf jeden Fall Spaß.
Diese Gemeinschaft hat mir auf jeden Fall auch meine Zeit in Redon erleichtert und mich von Heimweh oder anderen Problemen abgelenkt. Gerade auch weil Redon keine wirklich große Stadt ist, in der man so einfach junge Leute kennenlernt.
Auch fand ich es mega interessant mehr über das Leben der jeweils anderen zu erfahren und wie die Dinge in ihren jeweiligen Ländern ablaufen.
Jetzt aber mal zu meiner Arbeit.
Ich habe in einem Gemeindezentrum in Redon gearbeitet, dem „Centre Social Confluence“. Dort hatte ich viele verschiedene Aufgaben und konnte so sehr viel von der Arbeit in einem Gemeindezentrum erfahren und neue Dinge lernen.
Meine Hauptaufgaben waren allerdings zum einen die Arbeit mit älteren Leuten. Für diese haben wir verschiedene Aktivitäten vorbereitet und durchgeführt. Diese waren beispielsweise Bastelaktivitäten, gemeinsame Spaziergänge, oder gemeinsames Kochen. Das Hauptziel war dabei die sozialen Kontakte der Senioren zu fördern. Dass diese die Möglichkeit bekommen mal raus aus Ihrem Alltag zu kommen und andere Menschen zu sehen.
Zum anderen habe ich bei der Hausaufgabenbetreuung von Kindern im Alter von ca. 10 Jahren mitgearbeitet. Neben Hausaufgaben haben wir auch Spiele gespielt und andere Aktivitäten durchgeführt.
Dann habe ich noch viel in der Ludotheque, der Spielebibliothek des Gemeindezentrums mitgeholfen. Dort war meine Hauptaufgabe die Spiele zu ordnen und zu prüfen, dass auch alle Teile vollständig sind.
Über die 11 Monate, die ich im Centre social gearbeitet habe konnte ich eine gute Beziehung zu den regelmäßigen Besuchern aufbauen. Das hat mir sehr gefallen und ich hab mich immer gefreut die Leute zu sehen und mich mit Ihnen zu unterhalten.
Eine Sache die mich mit am meisten während dieser Zeit geprägt hat ist, dass ich gelernt habe wie wichtig soziale Kontakte, vor allem für ältere Menschen, sind.
Die Leute haben sich immer wieder bei uns bedankt für die Aktivitäten, die wir für sie bereitstellten (auch wenn diese nur kleine Dinge waren, wie gemeinsam Blumen basteln). Allerdings bedeutete dies ihnen wirklich sehr viel und hat mir gezeigt, wie wichtig diese Arbeit für das mentale Wohlbefinden der Leute, aber auch für das Bestehen einer guten Gemeinschaft ist.
Das centre social ist auf jeden Fall ein Ort der Menschen zusammen bringt und glücklich macht. Und ich bin froh, dass ich 11 Monate teil dieser Organisation sein durfte.
Natürlich war es aber auch nicht immer einfach für mich.
Gerade am Anfang war es teilweise recht schwierig sich immer auf Französisch zu verständigen. Auch wenn ich einen leichten Vorteil hatte, da ich Französisch bereits in der Schule gelernt hatte. Jedoch kann man das Schulfranzösisch dann doch nicht ganz mit dem alltäglichen Französisch vergleichen. Aber bereits nach ein paar Monate habe ich eine deutliche Verbesserung bemerkt und mir fiel es wesentlich einfacher mich zu verständigen. (Auch der ständige Regen in Redon war nicht immer ganz einfach. Dem Klischee, dass es in der Bretagne immer regnet und schlechtes Wetter hat, kann ich somit nicht widersprechen. 😉 Manchmal gab es einen Umschwung von Sonnenschein zu Regen innerhalb von 5 Minuten. Allerdings konnte das dann mit den leckeren Croissants und Pain au Chocolat Frankreichs wieder wett gemacht werden.😉)
Um meine Erfahrung zusammen zu fassen, ich hatte eine wirklich schöne Zeit in Redon und ich bin daher froh, dass ich mich dazu entschieden habe einen Freiwilligendienst in Frankreich gemacht zu haben. Ich habe viele Dinge gelernt. Nicht nur über Frankreich und die Arbeit, sondern auch über mich selbst. Ich habe mich auf jeden Fall persönlich weiterentwickelt und bin offener und selbstbewusster geworden.
Also, falls du darüber nachdenkst, einen europäischen Freiwilligendienst zu machen, ich kann es dir auf jeden Fall empfehlen. Du wirst viele Erfahrungen sammeln können, neue Menschen kennenlernen und hast die Möglichkeit dich auch persönlich weiterzuentwickeln.
