Move Your’Hope
Ein Titel der gern genommen wird…! Es handelte sich hier um ein Freiwilligendienstprojekt in der äußerst reizvollen, vielfältigen und schönen Bretagne! Wir hatten in die Gegend schon des Öfteren entsendet, kennen die Ecke selbnst ganz gut und freuen uns jedes Mal, wenn es auch anderen gefällt. Dieses Mal waren Nelly und Roko dort. Roko hat gewonnen und als erster einen Bericht fertiggestellt. Hier ist er:
Mein Name ist Roko, ich bin 18 Jahre alt und gebürtig aus Stuttgart.
Knapp zusammengefasst: nach meinem Abitur in BW habe ich mich ein dreiviertel Jahr vor Abreise dazu entschlossen nach Frankreich zu gehen um zu lernen, meinen Horizont zu erweitern, die Sprache zu lernen, Menschen kennenzulernen, Erfahrung zu sammeln und die Bretagne zu sehen.
Alles in einem ist es mir 110% gelungen alles zu erreichen was ich mir nur vorgestellt hab. Das Zauberwort lautet „Wille“.
Ich habe 10 Monate in Quimper, einer knapp 60.000 Einwohner Stadt in der Bretagne in Westfrankreich an der Atlantikküste gelebt.
Meine Tätigkeit war die Assistenz in einer großen Privatschule namens Le Likès.
Mein Tutor vor Ort hat den Sinn eines Freiwilligendienstes perfekt verstanden und mir demnach viel Freiheit gelassen mich selbst zu finden und meine Tätigkeiten elbst zu organisieren.
Neben der Assistenz im Unterricht (Eng, De, Spa, Fr, Sport, Wirtschaft,…) habe ich oftmals Interventionen als Volontär der Schule gehabt.
Dazu zählten Präsentationen von verschiedensten Bereichen. Auch mit PowerPoint, Excel… aber auch das Organisieren vom Schulfest, Konzerten, Auftritten, Musicals, Weihnachtsmärkten, Ausflügen oder eigene Projekte wie ich z.B. das Programm Erasmus+ innerhalb eines gesamten Tages knapp 3000 Schülern erklärt habe. Dazu dienten mir verschiedene Ateliers mit verschiedenen Themen wie Reise, Semester im Ausland, etc.
Eine Schule hat mir persönlich viel Schub nach vorne bereitet da ich beidseitigen Kontakt, zu Schülern aber auch zu Lehrern hatte.
Mit den Schülern lebst du dich in das Leben der Jugend in Frankreich ein. Bars, Cafés, Strände und alles was man so bei sich in der Heimat auch macht, nur eben auf Französisch.
Auch um die Jugendsprache kommt man nicht herum also lernt man auch da wieder.
Mit den Lehrern erweitert du dein Vokabular im professionellen Sinne. Auch Kontakte zu wichtigen Menschen, Veranstaltungen und Events sind wichtig.
Ich hatte ein sehr großes Haus aus den 1930er Jahren zur Verfügung zusammen mit 6 jungen Frauen.
Verschiedene Herkünfte, Altersgruppen, Vorlieben, Geschmäcker und viele neue interessante Lebensweisen.
Ich gebe es offen zu, es war nicht immer leicht. Gegen Ende haben wir uns separiert und jede/r ist den eigenen Weg gegangen, weil dann doch die Unstimmigkeiten zu laut wurden. Aber es war nicht schlimm.
Im Gegenteil: ich bin noch autonomer und lebensfreudiger geworden.
Ich war Segeln, Surfen, Wandern, Campen, Feiern, und vieles mehr.
Es erscheint surreal für einen Freiwilligendienst, ja, und es garantiert niemand, dass immer alles perfekt läuft aber man muss es probieren und man muss etwas wollen.
So hab ich als vielleicht allergrößte neue Fähigkeit die Disziplin erlernt. Im Lesen, im Lernen, im Sprechen und vor allem im Sport. (10kg Muskelmasse aufgenommen).
Ich kann nur jeden dazu ermutigen es auszuprobieren. Ich bin im Endeffekt einen Tag nach meinem 18. Geburtstag in Frankreich gewesen und habe mein erstes Jahr als Volljähriger in einem fremden Land mit fremden Menschen erlebt.
Es war unglaublich.
