14 Jul

MOVE

Ein ESK-Freiwilligendienst in Frankreich! Genauer gesagt in Elbeuf in der schönen Normandie. Der Projekttitel steht übrigens für „Mobility – Open-mind – Volunteering –Exchange“. Unser Freiwilliger Marco ist dort seit Mitte November für insgesamt 9,5 Monate. Hier sein wirklich sehr gut geschriebener Bericht. Lohnt sich!

 

Hey! Das ist nur ein weiterer Artikel über eine Erfahrung eines Freiwilligendienstes, wie es
sie schon so viele auf dieser Webseite gibt, aber ich hoffe, ich schaffe es trotzdem dich
dazu zu motivieren, ebenfalls einen anzufangen.

Ich habe für 9 1/2 Monate in der kleinen Stadt Elbeuf in der Normandie (keine Sorge, das muss man nicht kennen) , in einem MJC gearbeitet, was quasi ein Jugendzentrum ist.
Wie ich zu der Entscheidung gekommen bin, für fast ein Jahr in Frankreich zu leben, weiß ich ehrlicherweise nicht wirklich, da ich zwar 4 Jahre Französisch in der Schule hatte, aber meine Kenntnisse dennoch nur auf meinen Namen, Alter und Wohnort beschränkt waren.
Aber nun ja, man kann es ja mal probieren, hab ich mir gedacht.

Die ersten großen Hürden, die ich bei meinem Freiwilligendienst hatte, waren natürlich erst mal die Sprache, aber auch das Zusammenleben in einer WG, da ich mir eine Wohnung mit 4 anderen Freiwilligen teilen musste, die im selben Projekt tätig waren wie ich.
Mit der Sprachhürde war dabei aber nicht nur Französisch gemeint, sondern auch Spanisch, da 3 Mitbewohnerinnen von mir fließend Spanisch sprachen und dies auch ständig getan haben, was die Kommunikation ziemlich erschwerte.
Das hat aber dazu geführt, dass sich nicht nur mein Französisch bei Weitem gebessert hat, sondern auch mein Spanisch Verständnis.

Meine Arbeit bezog sich offiziell auf den Technikbereich des MJC, in dem wir fünf 3D-Drucker haben, welche super interessant sind und simple Programmier-Kurse angeboten haben.
Aber auch wenn einem das nicht gefallen würde, ist es super einfach den Bereich im MJC zu wechseln, wenn man etwas anderes ausprobieren möchte.

Einer meiner größten Highlights des Freiwilligendienstes war aber die Möglichkeit, Kontakt zu so vielen verschiedenen Nationalitäten zu haben und nun, wenn man mal in den Urlaub in Europa fährt, meist schon jemanden in dem Land zu kennen.
Ein anderes Highlight war das Projekt, das ich mit meinen Mitbewohnern organisiert habe, in dem wir jungen Franzosen aus unserem Ort, die sich etwas davor gescheut haben ins Ausland zu gehen, die Möglichkeit gegeben haben, unsere Heimatstadt zu zeigen, bei dem wir Deutschland, Spanien und Portugal für 12 Tage entdecken konnten und die Fahrt plus Unterkunft durch Hilfe von Fördergeldern für alle finanzieren konnten.

Zudem bin ich persönlich sehr viel offener geworden, da ich eben völlig alleine ohne jemanden zu kennen in einem fremden Land war, wodurch man eben mehr dazu angehalten ist, Kontakte zu knüpfen, auch wenn man nicht in seiner Muttersprache miteinander kommunizieren kann. Es ist zwar manchmal hart und frustrierend gewesen, sich nicht genau so ausdrücken zu können, wie man es eben in seiner Heimat könnte, aber die Möglichkeit, so viel Kontakt zu Leuten aus völlig anderen Ländern zu haben, ist es völlig wert.

Schlussendlich kann ich es jedem nur wärmstens empfehlen ins Ausland zu gehen.
Es wird zwar nicht immer einfach sein und besonders zu Beginn wird man sich vielleicht denken, warum hab ich mich bloß dazu entschieden, aber nachdem man sich etwas eingelebt hat, merkt man, das es die Erfahrung absolut wert ist.